Wann kann ich Kartoffeln ernten?

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um seine Kartoffeln zu ernten und wie kann ich die Kartoffeln am besten lagern? Diese Frage stellt sich allen, die selbst Kartoffeln pflanzen.

Generell lässt sich sagen, dass der richtige Zeitpunkt für die Ernte von drei Faktoren abhängt: Von den gewählten Kartoffelsorten, dem Wetter und den Nährstoffen in der Erde. Um die Reife deiner Kartoffeln aus dem Beet oder dem Kartoffelturm zu bestimmen, gibt es ein paar Anzeichen, an denen du dich orientieren kannst, ob es bereits Zeit für die Ernte ist oder ob du noch zu früh dran bist.

Frühkartoffeln ernten

Die Ernte von Frühkartoffeln beginnt, wenn das Kartoffelkraut noch grün ist. Bei sehr frühen Sorten kann das bereits im Juni der Fall sein, bei frühen Sorten tritt die Reife im Juli ein.

Späte und mittelfrühe Kartoffeln ernten

Etwa 2-3 Wochen nachdem das Kraut begonnen hat abzusterben und auszutrocknen, sind die späten und mittelfrühen Kartoffeln erntereif. Mit Ende September bzw. Anfang Oktober ist es in der Regel soweit.

Kartoffelernte aus dem Paul Potato

Was ist bei der Ernte zu beachten?

Um sicherzugehen, dass die Kartoffeln wirklich einen ausreichenden Reifegrad für die Ernte erreicht haben, kannst du folgenden Trick anwenden:

Grabe vorsichtig eine oder zwei Knollen aus und reibe die Schale. Wenn sie sich nicht löst, sondern fest an der Kartoffel haftet, dann sind deine Kartoffeln erntereif.

Du beginnst die Ernte damit, das Kartoffelkraut zu entfernen bevor du alle Knollen ausgräbst. Achte besonders darauf, keine der Knollen zu verletzen, da es sonst sehr schwierig wird, sie zu lagern. Sollte es dennoch passieren, dass du eine deiner Kartoffeln beim Ausgraben beschädigst, dann kannst du sie einfach möglichst bald verarbeiten. So verhinderst du, dass sie während der Lagerung schlecht wird und du sie entsorgen musst.

Nach dem Ausgraben entfernst du die überschüssige Erde von den Kartoffeln und begutachtest die Ernte. Sehr kleine Exemplare kannst du als Pflanzkartoffeln für das kommende Jahr aufbewahren (der Ertrag mit neuen Saatkartoffeln ist allerdings in der Regel deutlich höher). Knollen mit grünen und braunen Flecken sortierst du gleich aus. Solche mit grünen Flecken kannst du direkt entsorgen. Durch das enthaltene Solanin eignen sich diese Kartoffeln weder für den Verzehr noch als Futter für Tiere.

Außerdem ist es empfohlen, die Kartoffeln noch etwa einen Tag lang nachtrocknen zu lassen. So reduzierst du das Risiko von Schimmelbildung während der Lagerung.

Kartoffelernte aus dem Paul Potato

Kartoffeln richtig lagern

Am besten werden Kartoffeln bei Temperaturen zwischen 4 und 8°C in einem dunklen Raum gelagert. Achte darauf, dass der Raum gut belüftet und trocken ist. Du kannst die Kartoffeln in einer Obstkiste lagern oder auch los auflegen. So lassen sich die Kartoffeln über Wochen und manchmal auch über Monate gut lagern.

Sind die Temperaturen zu niedrig, wird die in den Knollen enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt und der Geschmack wird mit der Zeit immer süßlicher. Liegen die Temperaturen deutlich über der empfohlenen, kann es passieren, dass die Kartoffeln zu keimen beginnen. Kontrolliere immer wieder, ob einzelne Kartoffeln zu faulen beginnen und sortiere sie gegebenenfalls aus.

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